Wie ich mir meinen (internen) Community Manager bastelte

Es gab eine Zeit, da war die Welt noch in Ordnung. Mit anderen Worten: Einfach und klar. Der Papa sagte was zu tun war und der Rest der Familie fügte sich in die wohlbekannte hierarchische Ordnung nach den Kriterien, Geschlecht, Alter und…, tja, wie gesagt, einfach und klar.

(Wer sich die Textwüste sparen möchte… hier geht es direkt zur Präsentation… Noch da? Ich hab‘ Dich gewarnt!)

Und dann kam plötzlich der Kolonialismus, die Bahn, der Kapitalismus und das Fließband. Und da wir keine Zeit hatten bzw. keine Zeit verlieren wollten, um nachher noch Zeit zu sparen, sondern Zeit optimieren mussten, um später Zeit zu managen, damit jedes moderne, auf den Prinzipien der Arbeitsteilung und mechanischer Effizienzsteigerung basierende Unternehmen (aka “Die Familie”) zeitnah in seinen funktionierenden patriarchialischen Strukturen Zeitkontingente einführen konnte, dachten wir uns: Wir brauchen eine einfache und klare Produktionsordnung. Und wer Ordnung sagt, der meint Familie. Chef, Sohn des Chefs, Enkel des Chefs etc. pp., sagt wo es langgeht, die Lohnarbeiter zeigen sich loyal, dankbar und gehorsam. Schwupps, hatten wir das Modell für die kapitalistische Industriegesellschaft. Eigentlich alles prima.

Excitement (July 2011)

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Wandel zum digitalen Arbeitsplatz

The only irreplaceable capital an organization possesses is the knowledge and ability of its people. The productivity of that capital depends on how effectively people share their competence with those who can use it.

Andrew Carnegie, 1919

Technologie ist ein entscheidender Treiber des Wandels im 20. Jahrhundert gewesen, indem diese Automatisierung, Zusammenarbeit und Flexibilität in bisher nicht gekanntem Ausmaß ermöglicht hat. Im 21. Jahrhundert hat eine Ära begonnen, in der die wirtschaftliche Bedeutung von Informationen sowie effizienten Wissenstransfer- und Entscheidungsprozessen enorm zugenommen hat.

Als Resultat spüren Unternehmen eine zunehmende Notwendigkeit den Wandel zu hybriden Organisationen mit dem Einsatz sozialer Kollaborationstechnologien schnell und erfolgreich voranzutreiben, um das Wissen und die Ideen ihrer Mitarbeiter in innovative Produkte und Dienstleistungen zu übersetzen, die auch zukünftig für Umsatz und Gewinn sorgen.

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El Che und der Enterprise 2.0 Punk

Dieser Moment, wenn der Geschmack des Kaugummis sich von herzerfrischend Luftröhrenverätzend zu niederschmetternd Abflussrohrpenetrant transformiert: Herbstanfang im Rheinland.

Wie dem auch sei. ER ist zurück. So isses. Das – ich zitiere mich ungern selber, aber die kierkegaardsche Leere meines digitalen Blattes zwingt mich zu drastischen Maßnahmen – meistverkaufte T-Shirt Gesicht des 20. Jahrhunderts tritt mit dem für ihn typischen Hauch revolutionärer Verwegenheit und leicht muffiger Inkontinenz in die Zentrale postökonomischer Selbstausbeutung.

El Che!

Ich schaffe es gerade noch mein Bio-Menthol-Zigarillo in den mit Sojamilch ersoffenen koffeinfreien Vanilla-Espresso light versenken zu lassen, während ich gleichzeitig den Porsche Cayenne Schlüssel mit dem rechten Zeigefinger einen zärtlich anmutenden Stoß in Richtung meiner Fairtrade-Ledertasche versetze und dabei mit einer nur den erfahrensten Senior Communications and Transformation Specialist Enterprise 2.0 Consultants vorbehaltenen Leichtigkeit zu einer kreativen Kontaktaufnahme greife, die in der Geschichte der Rhetorik ein Davor und Danach markieren wird: “Na, Du auch hier?”

El Che und der Enterprise 2.0 Punk

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