Digitale Identität sichern

„Wozu machst Du das?“

Wer sich Gedanken um den Schutz seiner digitalen Identität macht, wird zwangsläufig irgendwann mit dieser Frage konfrontiert.

Dahinter steht meist nicht nur Unwissen über den Schutz persönlicher Daten im Netz, oder pure Gedankenlosigkeit, sondern ganz einfach eine fatalistische Einstellung im Angesicht der eigenen Möglichkeiten im Hinblick auf den Schutz der digitalen Identität.

„Was ist so schlimm daran, wenn jemand das alles über mich weiß?“

„Ich habe nichts zu verbergen“.

Diese Aussagen sind verständlich. Denn es ist fast immer nur eine abstrakte Gefahr, die vom Verlust der digitalen Privatsphäre ausgeht. Snowden, NSA, Facebook Skandale, all das betrifft immer jemand anderen. Nie mich. Oder?

Das Digitale ist kein Ponyhof!
Das Digitale ist kein Ponyhof!

Nein, ich bin kein Digital-Einsiedler. Klar nutze ich gerne Here, aber eben auch Google Maps. Wenn auch immer seltener. Es ist die unglaubliche Einfachheit bei der Nutzung der Dienste und den Mehrwert, den ich erhalte, wenn ich Google-Produkte nutze, sowie die Faszination für die Fähigkeiten dieses Unternehmens, die mich bisher davon abhalten, komplett auf beispielsweise Google zu verzichten.

Ich bin ein begeisterter Nutzer sozialer Medien und technologischer Kollaborationsplattformen sowie für jede digitale Neuigkeit zu haben. Ich nutze weiterhin Dienste, die mit Sicherheit unsicher sind.

Vor einigen Jahren jedoch, beschloss ich mein Facebook-Konto nicht mehr aktiv zu nutzen und löschte ihn schließlich (Wobei ich mir bis heute gar nicht sicher bin, ob es nun wirklich gelöscht ist!). Dann begann ich damit, mein komplettes Google-Profil daraufhin abzuklopfen, welche Daten von mir erfasst und/oder weitergeleitet wurden. Anschließend änderte ich jede mir bekannte Einstellung, um möglichst wenig von mir aktiv an Google zu übermitteln.

Ich richtete mir eine eigene NAS-basierte private Cloud ein, ließ es jedoch wieder sein, weil ich nicht auf die Performance von Google Drive oder ähnlichen Diensten verzichten wollte. Ich versuchte mich an der Verschlüsselung von E-Mails. Scheiterte aber ziemlich kläglich. Aber darüber gelang ich wiederum zur Verschlüsselung von Cloud-Speichern. Auch WhatsApp oder Instagram gehören mittlerweile der Vergangenheit an. Für immer? Ich weiß es nicht.

Ich sehe mich als normalen Nutzer, vielleicht auch als „Power-User“ in einigen Bereichen, aber letztlich ohne fundierte IT-Kenntnisse. So habe ich über die Jahre immer wieder nach Lösungen gesucht, die sich relativ leicht anwenden lassen ohne einen für mich akzeptablen Grad an Praktikabilität vermissen zu lassen. Wer also revolutionär neue Tools, Tricks oder Tipps sucht, wird hier wahrscheinlich nicht fündig werden. Wer dagegen eine Sammlung verlinkter Tipps zum besseren Schutz der eigenen digitalen Identität für „Normalos“ sucht, der ist hier genau richtig. (Die Folien dienen mir als Grundlage für eine interne Fortbildungsreihe als „Digitallotse“)

Warum ich das mache?

„Weil ich es kann!“


Wer Probleme dabei haben sollte, die Links zu aktivieren, dem empfehle ich einen Download der Datei via Slideshare.

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