Meine 10 skurrilsten Jobs – Teil 3

Im dritten und letzten Teil dieser irre spannenden, nie zuvor erzählten, atemberaubenden Saga voller Leidenschaft, Erotik und wilder, ungezügelter, gleichzeitig aber auch knallharter, gnadenloser… Ja. Schon wieder habe ich mich in meiner Aufzählungssucht verloren.

Zusammenfassend: Teil 1 und Teil 2 waren gestern, Teil 3 ist jetzt. Lesen!

Es gibt selbstverständlich Tätigkeiten, die hier keinen Platz finden werden. Dazu zählt mein stringenter, seriöser und TÜV-geprüfter Lebenslauf ab 2007, aber auch vorherige Erfahrungen aus meiner PR-Vergangenheit. Alkohol- und Drogenexzesse, sexuelle Ausschweifungen, moralische Abgründe bänkischen Ausmaßes sind bei uns Kommunikationsjunkies schließlich nicht skurril, sondern Grundvoraussetzung unseres Kompetenzprofils oder etwa nicht?

Heute bin ich ein reicher, erfolgreicher, respektierter und irgendwie auch knuffiger Experte für Interne Kommunikation, Intranet und Social Dings mit einem offiziellen Lebenslauf für die Personalabteilungen dieser Welt. Aber unter dieser weichen Schale steckt ein harter Kern mit einem nicht-offiziellen Lebenslauf, dem nichts Menschliches fremd ist… Zum Abschluss also Teil 3 !

Vom Barmann zur Kommunikation. Ein kleiner Schritt mit  großen Konsequenzen.

Die Reihenfolge, Auswahl oder Wahrhaftigkeit der folgenden Anekdoten ist unter Missachtung jeglicher journalistischer oder sonstiger ethischer Regeln entstanden.

Teil 1:

Teil 2:

Teil 3:

Skurriler Job Nr. 3 – Staatlich geprüfter motorisierter Hundekot-Aufsauger/Akt-Modell/Camping-Drücker/Blutplasma-Spender/Medikamenten-Transporter/Redaktions-HiWi

Was ist das?

Eine Sammlung oder besser gesagt eine Auswahl einiger Gelegenheitsjobs, die wohl jeder von uns mal gemacht hat. Oder noch macht.

Wie kam ich dazu? & Was habe ich gelernt?

Ich war jung und brauchte das Geld? Mein spirituelles Pinguin-Ego sage nur „Sliiiiide…“? In meinem früheren Leben war ich Buchhalter? Wer weiß das schon so genau. Fakt ist, wer von hier nach dort und dort nach hier geht – Südamerika, Europa, Afrika, a bisserl Asien, in Deutschland an vier verschiedenen Unis studiert – und die TV-Serie „Married with Children“ in einer größeren Anzahl von Sprachen konsumiert hat, dem kann eine Menge zustoßen. Unter anderem diese Jobs:

Akt-Modell: Na ja, hier übertreibe ich mal ein klitzekleines bisschen. Es war in Paris (wie passend), mein Leben spielte sich überwiegend in der Nacht ab (denkt jetzt nichts Falsches, ich war als Barmann beschäftigt. Und da lernt man halt allerlei, nun, künstlerisch veranlagte Menschen kennen. Oder eben auch Leute wie mich. Eine Bekannte aus Mauritius studierte irgendetwas mit Kunst. Genauer gesagt, ging es wohl um die Restaurierung von alten Werken. Wie dem auch sei, sie schlug mir vor einige sehr gut bezahlte Jobs als Akt-Modell auszuprobieren. Hach nee, ich konnte mich dann doch nicht überwinden… einige Zeichnungen meiner Bekannten kann ich aber in einigen Jahrzehnten meinen ungläubig und desinteressiert dreinschauenden Enkeln zeigen und damit belegen, dass auch ihr Opa mal jung und einigermaßen frisch aussah.

Camping-Drücker: Wir schreiben das Jahr 1990, ein Jahr nach dem Abitur, dem ersten Jahr meiner Ausbildung zum Industriefkaufmann. Ich fliege spontan mit meinem Rucksack auf die Kykladen. Pass vergessen, das regelt sich aber noch vor meinem Abflug beim Zoll. Zu wenig Geld dabei (Kreditkarte gab es da für mich noch nicht), das regelte sich nur damit, dass ich auf einem Campingplatz anheuerte. In anderen Ländern rumreisen war nicht neu für mich, die erste Interrail-Tour hatte ich mit 17 gemacht, als Sohn eines Fernfahrers verbrachte ich viele Urlaube unterwegs und als Spanier ging es mindestens einmal pro Jahr in die Heimat meiner Eltern.

Aber arbeiten? Ich verdiente mir also ein paar Drachmen am Hafen einer Kykladen-Insel hinzu, indem ich dort die Rucksack-Touristen, die von den Fähren kamen, dazu überredete, ihren Aufenthalt doch auf unserem Campingplatz zu verbringen. Währenddessen machte mir die Polizei klar, dass ich unter keinen Umständen über eine gewisse Hafengrenze treten sollte, falls ich die örtliche Dienstelle der Polizei nicht näher kennenlernen wolle. Gleichzeitig machte mir mein Chef (Typ „Drücker-Kolonnen-Antreiber“) klar, dass ich vor all den anderen „Werbern“ die Touristen ansprechen sollte, falls ich auf eine Entlohnung meiner Tätigkeit hoffen würde. Leadership as we like it!

Blutplasma-Spender: Na, das können wir schnell abhaken. Blutplasma bringt mehr als Blut. Merkt euch das!

Medikamenten-Transporter: Kennt ihr die Transporter-Filme mit Jason Statham? Woher glaubt ihr, haben die die Idee dazu bekommen? Es gab kein Medikament, das ich nicht pünktlich an die Apotheken ausgeliefert habe. Die Polizei spricht noch heute voller Ehrfurcht vom „furchtlosen Kamikaze-Piloten und Herrscher aller Straßen zwischen Rhein und Ruhr“.

Redaktions-Hiwi: Hamburg, meine Perle! Schöne Stadt, wirklich schöne Stadt. Nur so verdammt kalt, aber das gehört jetzt nicht hierhin. Nach drei Tagen als Koch bekam ich doch noch die Zusage von ARD-Aktuell als Assistent der Tagesschau-Redaktion arbeiten zu dürfen. Ich betone hierbei „dürfen“. Spitzen-Lohn, exzellenter Einblick in das Innen-Leben der Tagesschau, sehr gute Arbeitszeiten (also auch spät in der Nacht, am Wochenende oder am frühen Morgen, mit entsprechenden Zuschlägen) und nettes Team. Leider konnte man nur drei Monate dort arbeiten und musste danach eine ebenfalls 3-monatige Auszeit nehmen, bevor man im Anschluss wieder drei Monate arbeiten durfte.

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Einer der Jobs, bei denen ich die Bewerbungshürden nicht genommen habe.

Staatlich geprüfter motorisierter Hundekot-Aufsauger: Ich lebte für ein paar Monate in Cannes. Die Tatsache, dass man in Frankreich selbst für einen Job als Sandwich-Beleger einen Lebenslauf vorzeigen musste (Kein Witz!) wurde hier an einem besonders prägnanten Beispiel deutlich (Nebenbei erwähnt, wie beantwortet man eigentlich die Frage nach der Motivation für den Job… „Ich wollte schon immer mal Salami in ein frisch aufgeschnittenes, warmes, knuspriges Baguette legen, mmmhh…“?).

Ich musste ernsthaft ein Bewerbungsgespräch führen, um meine Eignung für das Fahren eines kleinen Motorrades mit eingebauter Sauganlage zum Aufsammeln oder eher Aufsagen der Hinterlassenschaften unserer vierbeinigen Freunde zu untermauern. Den Job habe ich übrigens nicht bekommen…

Skurrilitätsfaktor?

Stellt euch mal vor, wie ihr in einem ganz ernsten und auch professionell durchgeführten Bewerbungsgespräch – und ich habe schon alle möglichen Bewerbungsrituale in verschiedenen Ländern durchlebt – erklären müsst, warum gerade ihr die perfekte Besetzung für eine Stelle seid, in der es darum geht Hundescheiße auf einem Zweirad aufzusaugen. Ohne zu lachen! Oder zu heulen, je nachdem wie ihr drauf seid. Als Kenner aller menschlichen Zynismus-Stadien bevorzuge ich das Lachen.

Skurriler Job Nr. 2 – Barmann

Was ist das?

Sex, Drugs and Rock’n Roll. Für die Mehrheit. Gesprächstherapie, Aspirin und “Mach doch mal den Lärm leiser!” Für mich.

Wie kam ich dazu?

Was ‘n das für ‘ne Frage? Wer von uns hat denn noch nicht als ambitionierter aber untalentierter Hinter-der-Theke Alkoholmischer gearbeitet? Und dann noch dafür bezahlt werden, um Bier oder eben auch Guinness (Yikes!) zu zapfen. Bei mir war es so: Es gab den einen oder anderen Einsatz meiner Vor-der-Theke Skill-Sammlung bevor ich mich dazu entschloss, den Sprung zu wagen. Gut, mir fiel auch keine andere Möglichkeit ein, meine notorisch leere Reisekasse zu füllen. Kisten in Lagern rumschleppen, LKW’s beladen, Call Center abklappern… all das war dann doch etwas eintönig.

Da landete ich also in der einen oder anderen Bar. Ich betone hierbei “Bar”! Nicht Kneipe. Yep. Keine Ahnung, aber davon eine Menge. Die Voraussetzung für gedächtnislöschende Mai Tais. In Münster war es noch ein Job. In Paris Leidenschaft (Ja nun, was man in diesem Zusammenhang halt so schreibt).

Ich war immer wieder gerne in Paris, sodass ich mir einfach mal dachte “Warum arbeitest Du nicht mal als Barmann in Paris?” Was man halt so denkt, wenn man sich an Listen wie “Die 10 skurrilsten Jobs” abarbeitet. Ich landete in irgendeiner Jugendherberge, machte Bekanntschaft mit einem argentinischen Anarchisten und einer polnischen Ethnologin, während ich aus vorherigen Aufenthalten in Paris genau wusste, wo ich nach einem Job fragen könnte.

Nach einem Test-Abend startete ich dann im Violin Dingue. Später ging es dann auch zur Lizard Lounge und ins Stolly’s. Nee, nee, die Bilder sind viele Jahre nach meiner Zeit dort entstanden, vergesst es also.

Alltägliche Szene aus einer durchschnittlichen Bar.

Was habe ich gelernt?

Keiner schlägt die Iren. Als Barmänner. Ein “Manager” vom Violin Dingue erklärte mir, er würde niemals einen Franzosen als Barmann einstellen, da er an ihrer Arbeitstüchtigkeit zweifeln würde. Dem sollte man hinzufüge, dass er selber Franzose war. Letztlich feuerte er mich nach vielen Monaten, weil er aus gegebenem Anlass befürchtet, ich würde mich im Hinblick auf seine privaten Abrechnungen und seine Abmachungen mit der lokalen Polizei, im Gespräch mit dem Besitzer verplappern.

Von hier aus kam ich in die Lizard Lounge und das Stolly’s, also mitten im Marais, wo ich auch lebte. Letztlich kannten sich alle, die in einer der englischsprachigen Bars und Restaurants arbeiteten. Man traf sich nach der Arbeit in der Nacht in Kneipen, die nur für diese Gruppe von Leuten aufmachten und in denen man auch besser nichts anderes als Flaschenbier trank. In etwa so wie “From Dusk till Dawn” nur ohne Vampire. So war es also keine Überraschung schnell woanders anfangen zu können.

Ich lernte was man halt so lernt. Das „schöne“ Zapfen verschiedenster Biersorten, das Mischen verschiedener Alkoholika unter Zunahme bunter Zutaten, das Einlegen von Tapes und CDs, das Auf-Durchzug-Stellen-Wenn-Betrunkene-Dir-Ihr-Leben-Erzählen und vieles andere, was hier jetzt mal unerwähnt bleiben soll und im Grunde auch nur eine Vertiefung bereits vorhandener Kenntnisse und Erfahrungen darstellte. Oder auch: Hinter-der-Theke ist nur eine andere Perspektive des Vor-der-Theke Seins. Erst wer beide kennt, weiß eine saubere Theke zu schätzen. Denkt mal drüber nach. Und wer ernsthaft eine Botschaft in diesem missglückten und unvollständigen Gleichnis findet, der sollte die Finger vom Tequila lassen.

Skurrilitätsfaktor?

Mein Einstellungstest im Stolly’s bestand darin in regelmäßigen Abständen Wodka-Shots mit meinem Chef zu trinken – ich könnte schwören, es handelte sich dabei um Pint-Shots, ehrlich – und am Ende des Abends noch die Abrechnung zu machen. Sean (heißen eigentlich alle Iren Sean?) hatte jedoch Mitleid mit mir und übernahm die Abrechnung, während ich mal so richtig gut gelaunt nach Hause wankte.

Im Violin Dingue musste ich feststellen, dass ein gepflegt dahingeworfenes “Fu.. You!” auch in den französischen Banlieus verstanden wird. Aus eben diesen Vororten stammte die mir gegenübersitzende Gruppe junger Männer, die sich anscheinend hierher verloren hatte und sich meiner Meinung nach in nicht konformer Art und Weise mit unseren weiblichen Gästen beschäftige. Die daraufhin rege betriebene Diskussion in französischer Sprache endete dann mit meiner etwas flapsigen englischen Redewendung zum Abschied. Ich will es mal so formulieren: Es war schön auf ziemlich imposante Türsteher zurückgreifen zu können. Und in den nächsten Tage wurde meine Rückkehr nach Hause jedes Mal zu einem Abenteuer.

Ach, Türsteher. Die gab es ja überall. Oder fast überall. Im Violin Dingue stellte mir unser Türsteher mal seinen kleinen Bruder vor. Beide schwarz, beide breit, beide groß, beide mit diesem Blick “Don’t fu.. with me!”. Als mich also sein kleiner Bruder – wir reden hier von 1,90 m in die Höhe und mindestens genauso viel in die Breite – mit “Mon frère!” vor unserer Barmann-Kneipe begrüßte, dachte ich mir nur: “Ok, so sieht also meine Lebensversicherung aus.” Wie ich dann noch herausfinden sollte, war unsere Lebensversicherung dann wohl doch eher ein sehr enges, sehr freundliches, sehr auf den Austausch von Gefälligkeiten basierendes Verhältnis mit der Polizeiwache um die Ecke. Aber das ist eine andere Geschichte.

Skurriler Job Nr. 1 – Geheimagent

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Photo shared by johanoomen

Was ist das?

Wenn ich Euch das hier erzähle muss ich Euch leider eliminieren. Ist nichts Persönliches. Ehrlich. Aber ihr habt ausreichend Jason Bourne und James Bond Erfahrung gesammelt, um zu wissen, dass ich keine Zeugen zurücklasse. Also, jetzt echt. Nee, wirklich jetzt. Kein Scheiß! Mir hört einfach niemand zu, absolut niemand. Ein Grundproblem meiner Existenz. Ist doch wahr…

Wie kam ich dazu?

Also, falls ich im Anschluss an diese unfassbare Geschichte, ein Meisterwerk des investigativen Enthüllungsjournalismus, plötzlich verschwinden sollte und in Guantanamo, Moskau oder Köln enden sollte… Ihr wisst, was passiert ist.

Es begann folgendermaßen. Zu einem gewissen Zeitpunkt lebte ich auf Teneriffa, wo ich als Insel-Journalist und angehender Tauchlehrer ein gemütliches Leben führte. Vielleicht etwas zu gemütlich. Spannend, oder? Oder? Oder? Ist da noch jemand?

Da schaute ich mich also nach anderen “Herausforderungen” um. So kam ich auch auf die Webseite des spanischen Geheimdienstes CNI. Ich habe im Verlauf meiner beruflichen Findungsphase unzählige Bewerbungen an internationale Organisation geschickt, da erschien mir ein Job beim CNI irgendwie ganz passend. Und ich hatte ja auch ansonsten nichts Besseres zu tun.

Die Webseite zeichnete sich durch eine unfassbar miserable Navigation, Suche, inhaltliche Logik und sonstige Kennzeichen guter Webseiten-Nutzbarkeit aus. Da gab es also deutliche Parallelen zu den üblichen internationalen Organisationen. Ich war über diese wirklich miese Seite so echauffiert, – wenn ihr wüsstet wie frustrierend es ist, endlose Online-Bewerbungsformulare auszufüllen, nur um am Schluss zu sehen, wie alle Daten beim letzten Klick verschwinden, statt versandt zu werden – dass ich mich dazu entschloss mich zu beschweren. Ich schickte also eine E-Mail mit einigen von mir zu bemängelnden Punkten im Hinblick auf die etwas beschämende Online-Präsenz und verabschiedete mich mit freundlichen Grüßen. Aber der Geheimdienst vergisst nichts.

Einige Monate später bekam ich einen Anruf auf mein Handy, Smartphones gab es noch längst nicht. Woher hatten die eigentlich meine Nummer? Ob ich denn mal in die Zentrale nach Madrid kommen wolle?

Was habe ich gelernt?

Grundkenntnisse einer halbwegs nicht ganz so miserablen Website-Usability können hilfreich sein. Und: Wer seine Handynummer in einer schriftlichen Beschwerde notiert, sollte sich nicht wundern, dass auch Geheimdienste in der Lage sind, diese zu lesen und anzurufen.

Skurrilitätsfaktor?

Ein Bewerbungstest beim spanischen Geheimdienst als, ich glaube Analyst, ist doch wohl schon eher ungewöhnlich, oder? Zumindest war es als Analyst, wenn ich mich richtig erinnere, schließlich habe ich – kein Witz! – absolut nichts Schriftliches darüber vorliegen. Gut, kurz vorher hatte ich an Auswahltests für Fluglotsen teilgenommen, aber das erwähne ich hier nur, um die Verwirrung ins Unermessliche zu steigern.

Ich wurde also in die Zentrale nach Madrid eingeladen. Sucht es nicht auf Google Maps. Es existiert dort nicht. Und kurz nach eurer Suche werdet ihr wahlweise ein Klingeln auf dem Smartphone oder an der Tür hören. Da stand ich also mit einer Gruppe weiterer Top-Absolventen der besten Universitäten dieses Planeten, eiskalter Elite-Soldaten, Intelligenz-berstender Spitzenwissenschaftler… was machte ich eigentlich hier?

Nun, offensichtlich hatte ich den ersten Test einigermaßen bestanden. Oder es gab mehr Stellen als Bewerber. Denn es folgte die zweite Einladung. Ich sollte für eine zweite Testrunde – das war in etwa so wie eine Mischung zwischen Fahrscheinprüfung und diesen IQ-Tests zum Selbermachen – in einer “konspirativen” Wohnung im Zentrum von Madrid vorsprechen. Für die Kaffeepause sollten wir uns möglichst “unauffällig” in ein nahe gelegenes Café begeben. Während ich noch darüber nachdachte, wie man unauffällig ein Café betritt, da ich für gewöhnlich nackt, sturzbetrunken und “Schlaaaaannd” grölend in die Cafés dieser Welt einfalle, kam eigentlich auch schon das Ende des sicheren Jobs bis ans Ende meiner Tage.

Ich: “Wie sie wissen, habe ich keinen spanischen, sondern einen deutschen Hochschulabschluss. Das habe ich ja bereits mehrmals erwähnt und schriftlich mitgeteilt. Die Anerkennung zieht sich momentan auch noch etwas hin. Das stellt dann doch kein Problem dar oder?”

Stellte es wohl doch. Wochen, Monate nachdem ich auf diese Tatsache hingewiesen hatte, wurde es mit einem verwunderten: “Oh! Das steht gar nicht in unseren Unterlagen. Da hätten sie gar nicht erst eingeladen werden können.” in einer konspirativen Wohnung in Madrid zur Kenntnis genommen. Letztlich hat die Anerkennung meines deutschen Hochschulabschlusses in Spanien, trotz größtem bürokratischen Aufwandes und mehrerer Hundert Euro Ausgaben, nie geklappt. Der Geheimdienst hat sich auch nie wieder gemeldet. Zumindest nicht offiziell…

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