Meine 10 skurrilsten Jobs – Teil 1

Wisst ihr noch, damals?

Ihr wart jung, den Punk hattet ihr verpasst, lateinamerikanische Befreiungskämpfer kamen aus der Mode, Ideologien wurden durch PR/Marketing ersetzt und Kurt Cobain war noch so intakt wie unbekannt. Was blieb euch? Nena, breite Schultern und der Berufsberater. Gut, es mag in dieser Aufzählung subtile, logische Inkongruenzen geben, die ein anspruchsvolles, kundiges und/oder interessiertes Lesepublikum verschrecken, wenn nicht sogar abstoßen könnten. Glücklicherweise stellt sich das Problem in diesem Fall nicht.

Jung. Wart ihr. Vor euch lag ein Leben als Held (wahlweise reicher Schauspieler, reicher Fußballer oder reicher Rockstar und frühem Tod, siehe auch Kurt Cobain), berüchtigter Bösewicht (wahlweise mieser Diktator, mieser Wall Street Finanzhai oder mieser Satan-Jünger, siehe auch PR/Marketing) oder Vorbild (wahlweise respektierter Nobelpreisträger, respektierter Entwicklungshelfer oder respektierter – also toter -Revolutionär, siehe auch lateinamerikanische Befreiungskämpfer). Aber daraus ist wohl nix geworden, was?

Dann gab es da noch den Typ „coole Sau“. Angelehnt an eine Begriffsdefinition von Toddo, einen im tiefsten Münsterland verwurzelten, zeitgenössischen Non-Konformist mit einem Hang zu boulevardesker Analog-Philosophie im Anti-Cat-Contentischem Sinne.

Doch wie wurde man zu einer „coolen Sau“? Da gab es nur ein Rezept: Schafe scheren in Australien. Oder eben nicht. Ich entschied mich für Letzteres. Und diese Entscheidung sollte weitreichende Folgen haben.

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 Image: ‚Boy and Sheep‚ – Found on flickrcc.net

Zu den weitreichenden Folgen gehörte mein nicht unerheblicher Erfahrungsschatz an skurrilen Jobs oder skurrilen „fast“-Jobs. Daraus will ich in drei Blogposts eine Top 10 erstellen. Begonnen hat die skurrile Erfahrungssammlung im Jahr 1990, dem Jahr, in dem meine schulische Ausbildung mit dem Abitur ein jähes Ende fand und ich in die Welt hinausdurfte. Also von Monheim-Süd nach Monheim-Nord. Endlich!

Es gibt selbstverständlich Tätigkeiten, die hier keinen Platz finden werden. Dazu zählt mein stringenter, seriöser und TÜV-geprüfter Lebenslauf ab 2007, aber auch vorherige Erfahrungen aus meiner PR-Vergangenheit. Alkohol- und Drogenexzesse, sexuelle Ausschweifungen, moralische Abgründe bänkischen Ausmaßes sind bei uns Kommunikationsjunkies schließlich nicht skurril, sondern Grundvoraussetzung unseres Kompetenzprofils oder etwa nicht?

Heute bin ich ein reicher, erfolgreicher, respektierter und irgendwie auch knuffiger Experte für Interne Kommunikation, Intranet und Social Dings mit einem offiziellen Lebenslauf für die Personalabteilungen dieser Welt. Aber unter dieser weichen Schale steckt ein harter Kern mit einem nicht-offiziellen Lebenslauf, dem nichts Menschliches fremd ist… Es geht los mit Teil 1! Weiter geht es mit Teil 2 und – wer hätte es gedacht – es endet mit Teil 3.

Die Reihenfolge, Auswahl oder Wahrhaftigkeit der folgenden Anekdoten ist unter Missachtung jeglicher journalistischer oder sonstiger ethischer Regeln entstanden.

Teil 1:

Teil 2:

Teil 3:

Skurriler Job Nr. 10 -Business Journalist/Insel Journalist

El Che

Das bin nicht ich. Das ist meine Kontaktperson in Argentinien. Mehr sage ich nicht. Nur soviel: Venceremos!

Was ist das?

Inspiriert durch die Watergate-Affäre, die Hitler-Tagebücher, Nostradamus und den fünf, sechs oder sieben – da bin ich flexibel – W-Fragen des Journalismus gab es für mich natürlich nur einen Weg, um meinen Beitrag zur Rettung der Welt und meines Egos wie auch Bankkontos zu leisten. Die Eroberung der Redaktionen des Spiegel, Le Monde, El Pais, New York Times, The Guardian durch die Hintertür! Da es noch kein Postillon gab, blieb mir als nur noch der touristische Lokaljournalismus (Insel Journalist) und die journalistische Variante des Anzeigenverkäufers, auch bekannt als Business Journalist. Wer wissen will, was das genau ist, sollte diesen Artikel lesen. Es ist exakt wie dort beschrieben. Nichts für empfindliche Gemüter.

Wie kam ich dazu?

Ich landete irgendwann auf Teneriffa und meine übliche Suche nach einem Job begann. Ich recherchierte alle möglichen Stellen, die ich übernehmen könnte, von Bar-Jobs über Hotel-Rezeptionen bis hin zu internationalen Unternehmen, Handelsorganisationen oder eben Insel-Zeitungen. So kam ich zum Wochenblatt. Ein wunderschönes Büro im Herzen von Puerto de la Cruz und eine Besitzerin, die wie wenige zuvor mich mit ihrer offenen, herzlichen und herrlich positiven Art beeindruckte, waren überzeugende Gründe für mich es dort zu probieren. Die familiäre Atmosphäre überzeugte mich auch davon, meine zu Anfang formulierten Gehaltsvorstellungen signifikant zu senken, da ich erst im Nachhinein feststellen konnte, dass es sich nicht im fairen Rahmen und in gesundem Verhältnis zum Geschäftsmodell bewegte. Große Ausgaben hatte ich eh nicht, ich konnte nebenbei in der Tauchschule jobben und alles war entspannt. Letztlich zu entspannt, obwohl mir in Aussicht gestellt wurde, als Geschäftsführer einzusteigen. Aber ich konnte mir nicht vorstellen die nächsten Jahrzehnte in einer gemütlichen Zeitblase deutscher Kultur im Ausland zu bleiben.

Meine Reisen als sogenannter Business Journalist nach Mexiko, Argentinien und Venezuela begannen dagegen mit einer Stellenanzeige in einer Kirche in Paris. Ich glaube es war die American Church, aber sicher bin ich mir nicht mehr. Meine Karriere als Barmann in Paris neigte sich meiner Meinung nach dem Ende zu, sodass ich mich nach Alternativen umschaute. Da ist es doch naheliegend sich als Atomphysiker oder eben Business Journalist zu bewerben. Gesagt getan, die einfach gehaltene Anzeige (“Sie reisen 9 bis 11 Monate durch die Welt, sprechen mit den Entscheidern aus Politik und Wirtschaft und veröffentlichen Berichte in den wichtigsten Business-Magazinen dieser Welt”) mit rudimentär formulierten Anforderungen (“Mehrsprachig, jung, offen”) erregte mein Interesse. Kurz darauf war ich in Mexiko und stoß zu einem Team durchgeknallter, abenteuerlustiger, bindungsschwacher Desperados. Verdammt, die waren ja wie ich!

Was habe ich gelernt?

Zumindest sehr, sehr wenig über guten Journalismus. Oder gar die einfachsten handwerklichen Kenntnisse des Journalismus. Auf Teneriffa lernte ich mal wieder viel darüber, dass viele Menschen nichts mehr hassen als Veränderung. Und dass es gleichzeitig sehr wenig mit dem Alter einer Person zu tun hat, wenn es darum geht sich gegen jegliche Änderung des Status Quo zu stellen. Im Gegensatz zu mir konnte meine Chefin, eine ältere Dame mit mindestens so viel Lebenserfahrung wie Humor, damit sehr gut umgehen und ließ sich niemals aus der Ruhe bringen. Aber ich lernte dazu. Zumindest etwas.

Als Business Journalist bekam ich dagegen Einblick in eine Welt, die von ihren Gegensätzen lebt. Die Teams bestanden, wie im erwähnten Artikel gut beschrieben, meist aus einer gutaussehenden Frau, einem als “Journalist” agierenden möglichst ebenfalls gutaussehenden Mann und einem oder einer Assistent/in. Schließlich passte man sich den Rollenverteilungen seiner Zielgruppe an, die fast ausnahmslos aus sehr mächtigen Männern in Ministerien und Unternehmen in Schwellen- oder Entwicklungsländern bestand. Ziel war es, Anzeigen in Magazinen zu verkaufen. Vorwand war ein Interview über die Investitionsmöglichkeiten im jeweiligen Land. Gerade in Ländern in denen weite Teile der Bevölkerung in nicht zu entkommender Armut leben, wirkt der offensichtliche Reichtum, der in den inneren Zirkeln der oberen Zehntausend zur Schau gestellt wird, besonders irritierend. Die Wirklichkeit schien die Klischees der Filmleinwand nicht nur zu bestätigen, sondern weit hinter sich zu lassen. Exzessiver Hedonismus gepaart mit unverhohlener Machtgeilheit wirkte mindestens so abstoßend wie auch faszinierend zu beobachten.

Skurrilitätsfaktor?

Ein Gefühl in einer Zeitblase gefangen zu sein und die damit verbunden extreme veränderungsresistente Umgebung sind markante Erinnerungen an meine Zeit als Insel Journalist.

Als Business Journalist gab es so viele ungewöhnliche Momente, dass es dazu eigentlich eines eigenen Blogposts bedarf. Gerne erinnere ich mich an mein erstes von ungefähr 150 Interviews, die ich in Südamerika mit Vorstandsvorsitzenden, Ministern und wohl auch zwielichtigen Gestalten geführt habe. Vor uns saß ein Vertreter eines der größten japanischen Handelsunternehmen der Welt. Vorab fragten wir routinegemäß, ob das Interview auf Spanisch oder Englisch durchgeführt werden sollte. Als Antwort wurde uns mitgeteilt, dass dies keine Rolle spiele.

Erstes Interview. Erste Frage. Erste Antwort. Nun, nicht ganz. Es gab keine Antwort. Ich stelle die Frage also auf Englisch. Wieder keine Antwort, aber ein sehr ernster Blick meines japanischen Gesprächspartners in spe. Mein spanischer Kollege, der schon einige Interviews geführt hatte und mich einweisen sollte, blickte noch ganz entspannt, während ich etwas unruhig auf meine Frageliste blickte. Gut, dieses Interview wurde nur als Trainingsmaßnahme eingestuft, da wir keinen Verkauf erwarteten. Aber dennoch wurde mir etwas warm. Noch eine Frage. Nur ein Kopfnicken auf eine Frage, die nicht mit Ja oder Nein zu beantworten war. Ich war praktisch durch mit meinen Fragen, fünf Minuten Monolog waren vorbei und ich wünschte mir ein schwarzes Loch unter meinem Stuhl, während unsere Assistentin sich ihr Lachen kaum verkneifen konnte.

Aber das war kein Problem für meinen Mentor. Er übernahm das Gespräch, redete ohne Unterlass auf den offensichtlich nicht der spanischen oder englischen Sprache mächtigen Interview-Partner ein, es ging von Fußball über das lokale Essen bis hin zum Wetter. Aber wir alle wussten, dass es keine Rolle spielte, weil die wichtige Person uns gegenüber absolut kein Wort verstand und wir alle dafür sorgen mussten, dass wir heil und ohne das Gesicht zu verlieren aus dem Raum kamen.

Es gab Gespräche mit Ministern, die einen Rudel von Beratern um sich scharten, um sich vor uns zu schützen; cholerische Vorstandsvorsitzende; ahnungslose europäische Ex-Politiker, die von Unternehmen mit lukrativen Führungspositionen versorgt wurden; einflussreiche Strippenzieher, die (“Schalten Sie doch mal kurz das Aufnahmegerät aus”) ganz unter Freunden gute Tipps zu interessanten Investitionsmöglichkeiten weitergaben. Alles in allem, nichts was man in einem “normalen” Lebenslauf erwähnen braucht.

Skurriler Job Nr. 9 – Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Was ist das?

Jeder weiß was das ist. Daher natürlich auch das ungläubige Kopfschütteln beim Lesen dieses Job-Titels. Denn wie kann eine Stelle als Wissenschaftlicher Mitarbeiter mit dem Begriff „skurril“ in Verbindung gebracht werden? Also zum einen entscheide immer noch ich, was hier steht und was nicht. Nennt mich ruhig den Blog-Diktator, aber ich verzichte auf jegliche Rechtfertigung. Außer derjenigen, dass es hier wohl eher darum geht, wo und wie sich diese Anstellung entwickelt hat.

Wie kam ich dazu?

Ich war in Israel und jobbte hier und da, während ich meinen Lebenslauf – der zu diesem Zeitpunkt noch etwas dürftig ausfiel – überall dort hinterließ, wo ich hoffte mit meinen Sprachkenntnissen irgendwie hilfreich sein zu können. Das Glück kommt zu denen, die es suchen…

Als ich meinen Lebenslauf am Institut für deutsche Geschichte an der Universität Tel Aviv hinterlegte, wusste ich noch nicht, dass ich hier die Möglichkeit bekommen sollte, einen meiner bis heute schönsten Jobs machen zu dürfen. Zufälligerweise hatte der damalige Leiter des Instituts, Prof. Dan Diner, meine Zwischenprüfung an der Universität Essen (damals noch ohne den Zusatz -Duisburg) gelesen und daraufhin beschlossen, dass ich Teil eines Forschungsprojektes werden könnte, bei dem es darum ging, die bilateralen Beziehungen zwischen Österreich und Israel nach dem 2. Weltkrieg zu untersuchen. Mehr dazu hier.

Was habe ich gelernt?

Ich verbrachte sehr viel Zeit damit Informationsquellen in ganz Israel zu finden, etwas was mir unerwartet viel Spaß machte. Sowohl das Archiv an der Universität Tel Aviv, wie vor allem das Ben-Gurion Archiv in Sde Boker, mitten in der Negev-Wüste, waren Orte an denen ich mehrere Tage pro Woche verbrachte. Ich las Zeitungen, Bücher, offizielle Korrespondenzen und auch bis dahin unter Verschluss gehaltenen Unterlagen, wie persönliche Briefe des ersten israelischen Premierministers David Ben-Gurion oder Berichte österreichischer Holocaust-Überlebender.

Skurrilitätsfaktor?

Beeindruckend waren die Interviews, die ich mit einigen Zeit-Zeugen in Tel Aviv geführt habe. Ich hatte zwar bereits vor diesen Interviews mit einigen Holocaust-Überlebenden in Israel oder auch in Südamerika gesprochen, aber eben nicht in diesem Zusammenhang. Es war offensichtlich, dass ihre Erinnerungen noch sehr deutlich waren und sie sich auch jetzt noch wünschten, diese zu erzählen. Und ich war ein faszinierter Zuhörer, der aber auch immer wieder etwas zusammenzuckte, wenn er die Bitte aufgetragen bekam, den Bericht auf jeden Fall zu veröffentlichen. Etwas das nicht in meiner Macht lag, da ich „nur“ als „Researcher“ tätig war. Zum Schluß gab es einige Schwierigkeiten das Projekt weiterzuführen bzw. zu Ende zu führen, da es wohl Abstimmungsschwierigkeiten zwischen den österreichischen und israelischen Stellen gab. Hierbei muss ich hinzufügen, dass sich das Ganze zu einem Zeitpunkt abspielte, als Israel und Österreich sich mal wieder in einer politischen Eiszeit befanden.

Skurriler Job Nr. 8 – Tauchlehrer

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Foto by Petra Märlender

Was ist das?

Erklärt sich doch wohl von selber, oder wie oder was? Zu meiner Zeit auf Teneriffa als Insel Journalist habe ich an meinen freien Tagen in einer Tauchschule mitgearbeitet und damit auch gleichzeitig meine PADI Taucherausbildung finanziert. Mein Job war es meistens, den Touristen zu helfen und dem Tauchlehrer an Land und unter Wasser zu assistieren.

Wie kam ich dazu?

Ich war auf der Suche nach einem Job. Diesmal in Madrid, weil ich mal wieder in Spanien leben wollte. So fuhr ich täglich von Alcalá de Henares nach Madrid. Zu dieser Zeit fanden die Anschläge auf der Bahnstrecke zwischen diesen beiden Städten statt, aber da ich meistens mit dem Bus unterwegs war, bekam ich erst mit Verspätung mit, was in den Zügen passiert war.

Direkt im Anschluss entschloss ich mich, die Stadt für einige Wochen oder länger zu verlassen. Es gab einen günstigen Flug nach Thailand, der Rucksack war wie immer schnell gepackt und weg war ich. Nachdem ich einige Wochen durch das Land gereist war, fing ich eher zufälligerweise an, einen Tauchkurs zu besuchen. Meinen Rückflug verschob ich Woche um Woche, weil ich etwas gefunden hatte, was wie niemals zuvor oder danach – wenn man von den Reisen und der Liebe absieht – meine Leidenschaft geweckt hatte. Als ich zurück nach Spanien flog, war die Entscheidung gefallen, einen Job auf Teneriffa zu suchen und dort nebenbei in einer Tauchschule meine Ausbildung zum Tauchlehrer zu beginnen.

Was habe ich gelernt?

Was habe ich vergessen, wäre hier eine bessere Frage. Es ist bereits viele Jahre her, seitdem ich getaucht bin. Aufgrund eines Unfalls habe ich seitdem einen Hörschaden, der mich leider davon abgebracht hat, eine vielleicht völlig unrealistische, aber dennoch schöne Idee auszuprobieren. Nämlich als Tauchjournalist die schönsten Tauchressorts der Welt zu besuchen, dort zu arbeiten und darüber zu schreiben.

Unfälle sind statistisch betrachtet extrem selten und bei mir war es wohl einfach Pech. Ich führte einige Taucher an die Oberfläche und musste kurz hintereinander von der Wasser-Oberfläche auf 15 Meter runter, wo wir ein Schiffswrack besuchten. Wahrscheinlich hatte ich eine leichte Erkältung einige Tage zuvor noch nicht auskuriert, auf jeden Fall spürte ich plötzlich kaltes Wasser in meinem Kopf. Das ist natürlich nicht möglich, aber so fühlte es sich zumindest an. Kurz gesagt: Ich war auf einem Ohr taub und einige Wochen später besserte es sich soweit, dass ich heute auf einem Ohr „nur“ einen Hörverlust von 30% habe.

Mittlerweile habe ich wohl die einfachsten Grundregeln des Tauchens vergessen, denke aber immer wieder gerne daran zurück und empfehle jedem, es zu versuchen. Alles reduziert sich auf das eigene Atmen. Obwohl man eigentlich viel mehr hört als über Wasser, ist es, als ob man Teil einer vollständigen Stille ist in der man wortwörtlich schwebt. Ich bereue fast nichts von dem was ich jemals gemacht habe und das gilt ganz besonders für das Tauchen. Es ist fantastisch und unvergleichbar!

Skurrilitätsfaktor?

Abgesehen vom Tauchen selber – ich bin übrigens ganz besonders gerne so tief wie möglich getaucht, keine Ahnung warum – waren am interessantesten wohl die Typen, die man dabei trifft. Oftmals nicht unbedingt Gesundheitsfanatiker, viele mit ähnlich langen Reiseerfahrungen, vom etwas diffizilen Ex-Soldaten (uiuiuiii) über Tauchexperten mit Taucherfahrung im Eiswasser bis hin zu blutigen Anfängern, die einem um den Hals fallen und sich für einen Tauchgang bedanken (mal ehrlich, wie oft bekommt man diesen Dank für die Übergabe eines Leaflets oder einer PPT?).

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