Enterprise 2.0 – Kann dat wat?

Dies ist ein weiterer Ausschnitt aus einem Essay mit dem Titel „Interne Kommunikation auf der Suche nach dem Unternehmenswissen

Der Wissenschaftler des Wissensmanagements Ikujiro Nonaka meinte: “In an economy where the only certainty is uncertainty, the one sure source of lasting competitive advantage is knowledge”

Wem diese Einsicht schwer vermittelbar erscheint, dem hilft eine Liste mit folgenden Vorteilen eines Enterprise 2.0, die gerade im Hinblick auf die Interne Kommunikation 2.0 von besonderer Bedeutung sind.

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Verbesserung der Zusammenarbeit

Viele Web 2.0-Technologien verbinden Menschen in einer Art und Weise, die es einfacher macht, zusammenzuarbeiten. Diese Verbindungen zwischen hoch qualifizierten Arbeitnehmern weiter zu intensivieren, indem für sie verfügbare Informationen verfeinert werden, könnte zu einer signifikanten Verbesserung des Wissensaustausches führen. Durch das Anzapfen der kollektiven Intelligenz einer Gruppe kann diese Art der Zusammenarbeit zu besseren Entscheidungsfindungsprozessen und Problemlösungsverfahren führen.

Innovation

Die Offenheit einer Enterprise 2.0 bietet die Möglichkeit Forschung und Entwicklung zu verbessern, indem ein breiteres Spektrum von Mitarbeitern beteiligt wird. Die traditionell abgeschottete F+E Abteilung könnte eine etwas integrativere und vielseitigere Funktion übernehmen und damit neue Möglichkeiten für Kreativität und neues Wissen im gesamten Unternehmen erzeugen.

Erhöhte Produktivität

Mitarbeiter in die Lage versetzen, effizienter und produktiver zu arbeiten ist seit jeher ein grundlegendes Geschäftsziel gewesen. Social Software hat das Potenzial, Netzwerkeffekte zu generieren und zu potenzieren, die dem produktiven Potenzial der Mitarbeiter zum Durchbruch verhelfen sowohl hinsichtlich der Menge wie auch der Qualität der Arbeit. Die Management-Beratung McKinsey bestätigt in ihrer seit 2006 jährlich erscheinenden „Web 2.0“ Studie, wie sich Enterprise 2.0 erfolgreich im Markt gegenüber anderen Unternehmen durchsetzen.

“Our data show that fully networked enterprises are not only more likely to be market leaders or to be gaining market share but also use management practices that lead to margins higher than those of companies using the Web in more limited ways.” (Bughin, Chui 2010)

Zusammenarbeit > Wissensmanagement > Innovation

Neben der effizienteren internen Zusammenarbeit über Abteilungs- und Landesgrenzen hinweg, der Entwicklung von globalen und projektbasierten internen Communities, einer erhöhten Mitarbeitermotivation und einer direkteren, transparenten Kommunikation zwischen Mitarbeitern und Führungskräften sind weitere Vorteile im Einsatz von Enterprise 2.0 Technologien möglich.

Zum einen kann das Projektmanagement in das soziale Netz eingebunden werden und somit Wissensverluste durch verlorengegangenes Wissen oder nicht gefundene Expertise vermindert werden. Darüber hinaus können diese Plattformen ebenso für das Wissensmanagement innerhalb des Unternehmens genutzt werden. Beispielsweise kann das Wissen von älteren Mitarbeitern, die in den Ruhestand gehen, konserviert und somit den verbleibenden Angestellten zur Verfügung gestellt werden.

Dieser Schritt der Wissensweitergabe ist natürlich erst möglich, wenn die Voraussetzungen für die Wissenserwerbung existieren. Hierbei geht es nicht nur darum die vorhandenen Technologien einzusetzen, sondern auch Freiräume zur kreativen Entwicklung von Wissensarbeitern, Anreize und Angebote zur Kompetenzvermittlung zu schaffen.

Die Interne Kommunikation 2.0 kann hier entweder in direkter Zusammenarbeit mit Wissensmanagern oder selber mit Hilfe interner, vernetzter Communities einen wesentlichen Beitrag leisten.

„Die Mitarbeiter und ihr Know-how sind die existenzielle Grundlage jedes Unternehmens. Wer die Basis schafft, Wissen fortwährend zu mehren und vor allem zu vernetzen, wird hiervon nachhaltig profitieren. Trotzdem wird diese wichtige Aufgabe oft vernachlässigt. Entscheidend ist es, die organisatorische Grundlage zu schaffen und das Wissensmanagement entsprechend aufzuhängen.“ (ZDNet 2011)

Die Steigerung der Innovationsfähigkeit ist am Ende ein Ziel, das mit Hilfe eines effizienteren Wissensmanagements mit dem Menschen im Mittelpunkt und nicht ausschließlich im Hinblick auf eine Dokumentverwaltung erreicht werden wird. Hier gilt jedoch, dass Wissensmanagement ohne eine auf Zusammenarbeit basierende Unternehmenskultur, Organisation und Technologie, die sich den Grundsätzen einer Enterprise 2.0 Kommunikation bedient, wirkungslos verpufft.

Hast Du mal eine Idee?

Enterprise 2.0 kann auch als eine Technologie betrachtet werden, die die Entstehung und Entwicklung von Ideen in einem unstrukturierten Prozess ermöglicht, an dem viele Menschen beteiligt sein können. Einige Ideen können zur Schaffung von besseren Produkten beitragen. Beispielsweise mit dem Einsatz interner Bewertungsportale für eigene Produkte, bevor sie extern getestet werden.

Andere gesammelte und ausgewertete Ideen könnte die Entwicklung von besseren Prozessen unterstützen. Hier kann beispielsweise an geänderte Mitarbeiterbewertungsprozesse gedacht werden.

Oder auch Ideenprozesse, um neue Märkte zu entdecken, zu entwickeln und zu erobern. Ein Automobil-Hersteller könnte hierbei von dem Produkt Automobil als Ziel absehen und den Verbraucher in den Mittelpunkt stellen, der immer häufiger nach besseren Antworten auf die Frage nach effizienter Mobilität fragt. Und dies möglichst umweltverträglich, sowohl in der Endanwendung, wie auch in der Produktionsphase. Wichtig ist hierbei den Kundenfokus nicht nur verbal vor sich her zu tragen, sondern auch tatsächlich in der Organisation zu leben.

„Das Verhältnis zu den Kunden bestimmt die Unternehmenskultur ganz entscheidend. Wollen wir den Kunden nur mit dem versorgen (oder bedienen), was wir ohnehin produzieren oder anbieten? Geben wir dem Kunden Antworten auf seine Fragen? Wollen wir ‘nur‘ etwas verkaufen oder wollen wir, dass unsere Leistungen dem Kunden helfen, besser zu sein (…) mehr Innovation voranzutreiben?“ (Murmann Verlag 2010: 75)

Auch Ideen für organisatorische Veränderungen könnten das Ergebnis von Enterprise 2.0 Modellen sein. Wobei dies fast eine Selbstverständlichkeit ist, da im optimalen Falle der Wunsch nach organisatorischer Veränderung bereits am Anfang steht beziehungsweise bereits begonnen hat. Soziale Software wird diesen Trend nur weiter verstärken, kann ihn aber nicht alleine nachhaltig antreiben.

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