Sparpaket 2.0 – 73 Tools für lau! (Fortsetzung)

Letzte Woche habe ich den geneigten Lesern dieses Blogs völlig subjektive und von keinem Experten empfohlene Tools vorgestellt, die mir helfen mich in der großen, weiten Social Media Welt nicht zu verlieren. Und jetzt geht’s weiter.

Fast alles, was ich hier vorstelle, ist kostenlos verfügbar und kann für den privaten Gebrauch oder den Einsatz in kleineren Organisationen oder Unternehmen eine Alternative zu kostenpflichtigen Anwendungen sein.


Was bisher geschah: Tools aus den Bereichen Bild, Video, Collaboration tool, Broadcasting, soziale Netzwerke, Social Media Monitoring und Management sowie meine Hinweise zu Flavors und WordPress wurden messerscharf analysiert, dokumentiert und serviert.

Diese Woche stelle ich den zweiten Teil von „Sparpaket 2.0 – 73 Tools für lau!“ vor.

Wer mehr über meinen Einsatz von Twitter und Firefox wissen will – Ehrlich jetzt: Wer will das nicht? –  und darüber hinaus wieder je drei kostenlose Tools zu den Bereichen Digital Publishing, Präsentationen, Outlook und Microblogging kennen lernen möchte, der hat großes Glück gehabt! Ich hätte da nämlich etwas…

Microblogging

Microblogging – eigentlich auch Microsharing – ist mein Favorit unter all den verfügbaren Social Media Tools. Dies liegt daran, dass ich als Account Manager für Interne Kommunikation in unserer Agentur theblueballroom Kunden im Bereich Enterprise 2.0 berate. Und Microblogging bietet meiner Meinung nach ein großes Potenzial für die Verbesserung der Internen Kommunikation. Luis Suarez, ein KM Manager bei IBM, hat einige sehr gute Anwendungsfälle hierzu aufgelistet.

  • Yammer: Dieses Tool bietet nicht nur Microblogging an, sondern viele weitere Funktionalitäten, wie das Teilen von Dokumenten, interne Suche und vieles mehr. Außerdem können Tweets auf Twitter gleichzeitig auf Yammer veröffentlicht werden und mit Yammerfox gibt es ein praktisches Firefox Addon.
  • CoTweet: Gute Alternative für Unternehmen.
  • GroupTweet: Hier wird sich weiterhin über Twitter vernetzt, aber in geschlossenen Gruppen.
Noch mehr Twitterdings und Twitterdingsda

Wer über Google nach Twittertools sucht, erhält eine Flut an Ergebnissen. Hier gilt manchmal, ähnlich wie fast überall im Bereich Social Software, sich erst über die eigenen Ziele klar zu werden und dann nach der entsprechenden technischen Lösung zu suchen. Es gibt fast alles, für jedes Problem. Und die kreative Verbindung von mehreren Anwendungen führt oft zu sehr individuellen Lösungen, um sein gestecktes Ziel zu erreichen.

Die folgenden drei Beispiele sind „etwas andere“ Twitter Tools für den neugierigen Nutzer.

  • Mentionmap: In Anlehnung an ein Mindmap, visualisiert dieses Tool das eigene Twitternetzwerk .
  • Kein Name: Sehr schönes Tool, um bestimmte Tweets zu visualisieren oder Themen zu einer etwas anderen Twitterwall zusammenzustellen.
  • MustExist: Auf welchen Twitter-Listen bin ich eigentlich? Und vor allem: Welche Schlagwörter beschreiben mich?
Twitter Management

Meine drei wichtigsten Werkzeuge, um nicht den Überblick zu verlieren.

  • Twitalyzer: Analysiert mein Twitteraccount und hinterlässt manchmal mehr Fragen als Antworten.
  • Twitter Analyzer: Bis vor Kurzem mein Favorit. Funktioniert zurzeit nicht bei mir, aber das liegt eher an meinem Account.
  • ManageFlitter: Wer verfolgt mich seit wann, wer hat aufgehört mich zu verfolgen und weitere essenzielle Fragen jedes Twitter-Nerds.

Ein tolles Tool ist auf jeden Fall auch „Friend or Follow“. Hier kann ich in sehr übersichtlicher Weise sehen, wem ich folge ohne selbst gefolgt zu werden und wer mir folgt ohne von mir gefolgt zu werden. Folgt ihr mir noch?

Klasse finde ich auch RSSfriends. Hiermit sehe ich sofort in meinem RSS-Reader wer aufgehört hat mich zu verfolgen und wer gerade erst damit begonnen hat meinen Tweets zu folgen.

Outlook

Auch wenn einige das Ende der E-Mail herbeisehnen, wird es wohl noch lange dauern bis wir alle per Google Wave oder über ähnliche Kanäle miteinander kommunizieren. Um das Leben mit Outlook bis dahin etwas unterhaltsamer und nützlicher zu machen, hier drei Vorschläge.

  • Xobni: Beeindruckendes Tool, um verschollene E-Mails und Anhänge zu suchen und zu finden, Netzwerkprofile der Kontakte einzusehen oder interessante Statistiken zu erhalten.
  • Outlook Messenger: Keine Möglichkeit Skype zu nutzen? Dann hilft vielleicht dieses Tool.
  • TwInbox (formerly known as OutTwit): Twitter meets Outlook. Einige halten dies für das gefährlichste Aufeinandertreffen seit Alien vs. Predator.
Digital Publishing

Leider hatte ich bisher keine Möglichkeit ein Projekt zu steuern, in dem diese Form der digitalen Publikation einbezogen wurde. Privat habe ich eine der unten genannten Lösungen genutzt und kann allen nur empfehlen, sich näher damit zu beschäftigen. In der internen Kommunikation wäre ein möglicher Anwendungsbereich auf dem Feld der elektronischen Mitarbeiterzeitschriften zu finden (inklusive mobiler Nutzungsoption).

Präsentationen

Ich mag Präsentationen nicht. Punkt. Wenn ich nochmal eine typische Unternehmensberater-PowerPoint Präsentation erleiden muss, die vor unverständlichen Diagrammen, konfusen Pfeilkonstrukten und unerträglicher Phrasendrescherei nur so trieft, schreie ich. Echt jetzt.

  • Prezi: Beindruckendes Tool. Weg vom linearen Aufzählen und hin zum ganzheitlichen Visualisieren (Was auch immer ich damit sagen wollte…)
  • SAP Anwendung: Twitter trifft auf PowerPoint. Habe ich noch nicht getestet, klingt aber vielversprechend.
  • Animoto: Generell halte ich gut gemachte Filme für sehr viel hilfreicher, als die meisten PPT.

Firefox

Obwohl ich Opera für einen ausgezeichneten und vor allem schnellen Browser halte und auch Chrome gern genutzt habe, halte ich in fast monogamer Treue zu Firefox. Wie bereits erwähnt ist es mir sehr wichtig, fast alle Anwendungen direkt im Browser nutzen zu können. Dies erspart mir Zeit und erlaubt mir mit sehr wenigen Mausklicks mehrere Aktionen gleichzeitig auszuführen.

Die Firefox Add-ons sind der Hauptgrund, warum ich auf absehbare Zeit nur in Ausnahmefällen andere Browser nutzen werde. Von hier kontrolliere ich meinen RSS-Reader Brief, lade Artikel per Mausklick auf Delicious, finde Kontakte auf XING, lasse mit Last.fm Musik im Browser abspielen, checke mein Gmail Konto, finde Adressen auf Google Maps, verbessere meine Twitterseite mit Powertwitter, kürze URL, synchronisiere mit Xmarks Lesezeichen auf mehreren Rechnern oder schaue mit Yoono auf meine weiteren Netzwerke.

Twitter

Dieses Medium ist für mich sehr schnell zum Dreh- und Angelpunkt in meinem Kommunikationsarsenal geworden. Twitter ist meine Kommandozentrale, hier vernetze ich mich mit Kollegen aus der Kommunikationsbranche, aktualisiere meine XING, Yammer, Facebook und LinkedIn Profile, sammle Informationen für meine Delicious-Bibliothek oder Bilder und Videos für meine Flickr und YouTube Galerien.

Da ich sehr gerne alle meine Anwendungen innerhalb meines Firefox-Browsers haben möchte, nutze ich den Twitter-Client Echofon für Firefox. Wer nicht auf die vielfältigen Möglichkeiten von Tweetdeck angewiesen ist und eine übersichtliche Anzahl von Kontakten „verfolgt“, dem kann ich diese Anwendung sehr empfehlen.

Um URL zu kürzen, nutze ich – wie wohl die Mehrheit der Twitternutzer – bit.ly. Über einen Firefox Add-on kürze ich mit einem rechten Mausklick die entsprechende URL und finde sie später auch sehr leicht wieder. Gleichzeitig bietet bit.ly auch ein simples Statistiktool. Ich bin gespannt, ob der von Twitter angekündigte integrierte URL-Verkürzer bit.ly ersetzen wird.

Ich arbeite in Bonn als Berater für eine Agentur in England und habe mit Twitter die Möglichkeit die wichtigsten Entwicklungen auf dem Gebiet der Internen Kommunikation leicht verfolgen zu können. Dies ist besonders wichtig, da es auf diesem Gebiet noch immer einen großen Unterschied zwischen den angelsächsischen Erfahrungen und denen in Deutschland zu geben scheint.

Einen hab‘ ich noch, einen hab‘ ich noch.

Hier sind noch ein paar Links zu Tools, die immer wieder mal hilfreich sein können.

Mit „Word cloud“ lassen sich schöne, nun ja, eben Wortwolken gestalten. Irgendwie redundant, oder?

Schon einmal Bildern einen Spielzeug-Look verpasst?

Bubble.us bietet die Möglichkeit gemeinsam im Netz Mindmaps zu gestalten und mit Twiddla wird das Online Brainstorming gleich viel bunter.

Und? War dieser Blogpost nicht geradezu sensationell, Statler & Waldorf?

Dann eben nicht….

Wer sich jetzt überlegt, er/sie hätte doch lieber etwas zu dem in der Einleitung von Teil 1 erwähnten Thema „Kollektive Intelligenz & Nachhaltiger Konsum“ gelesen, dem kann ich nur sagen: Blog im RSS-Reader abonnieren und abwarten. Erst einmal muss ich die WM verdauen.

Aber als kleines Trostpflaster hier noch zwei der besten, deutschsprachigen Blogposts, die ich in den letzten Wochen zu Peter Kruse und zu Social Media (Ökonomie) gelesen habe.

Prof. Silberzunge: Peter Kruse – die deutsche Stimme des Web

Alter, Dein Ego braucht Dich! Über die (einzig wahre) Ökonomie von Social Media

MfG,

F. aus B.

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