Interne Kommunikation 2.0

Bis Social Media endgültig zum Arbeitsalltag gehört, dürfte nur noch wenig Zeit vergehen. Der Hauptgrund dafür ist ein Generationenwechsel, der eine neue Generation in die Unternehmen führt, für die Social Media bereits Teil ihres kommunikativen Selbstverständnisses geworden ist.



Die Arbeitswelt hat sich in Zeiten der Globalisierung spätestens seit der Welle internationaler Zusammenschlüsse von Großunternehmen in den 90er Jahren so weit geändert, dass neue Kommunikationsstrukturen geschaffen werden mussten. Damit diese Konzerne mit ihren Tausenden Mitarbeitern in verschiedenen Ländern und mit teils sehr unterschiedlichen Geschäftsbereichen weiterhin innovativfähig bleiben, müssen nicht nur Strukturen geschaffen werden, in der sich Mitarbeiter über Zeitzonen und Ländergrenzen hinweg technisch vernetzen können, sondern auch solche in denen der Wissenstransfer, das Projektmanagement und die Entscheidungsfindung auf eine neue Grundlage gestellt werden. Nämlich auf die Grundlage einer engen Kooperation über Länder-, Kultur- und Hierarchiegrenzen hinweg.

Wie Social Media genutzt wird, hängt letztlich von der Unternehmenskultur ab. Gleichzeitig kann die Unternehmenskultur von Social Media nachhaltig verändert werden.

Es ist oft der Fall, dass Unternehmen das Potenzial von Social Media kaum nutzen oder sogar Verbote aussprechen. Hier fehlt die offene, partizipative Grundhaltung in der internen Kommunikation, die als eine Voraussetzung für den Einsatz von Social Media gilt. Statt Verbote sollten Anwendungsrichtlinien zum verantwortlichen Umgang mit den neuen Kommunikationsmitteln erarbeitet werden. Dies würde sich gleichzeitig als erste Bewährungsprobe eignen, um die Fähigkeit des Unternehmens zu testen seine Mitarbeiter einzubinden. Darüber hinaus sind die Kommunikationsexperten dazu aufgerufen, die neuen Kommunikationskanäle nicht mit alten Ideen zu verstopfen.

Fehlende langfristige Kommunikationsstrukturen unter Berücksichtigung von Nutzen und Herausforderungen von Social Media sind eine verpasste Chance.

Erst wenn dieser Bewusstseinswandel vollzogen ist, kann Social Media einen Mehrwert für ein Unternehmen zu schaffen. Die folgende Aussage des irischen Internetpioniers Tim O´Reilly fasst es folgendermaßen zusammen: „Web 2.0 is an attitude, not a technology“.

Dass der Einsatz von Social Media in Unternehmen beziehungsweise Enterprise 2.0 mehr ist als nur die Bereitstellung von technologischen Werkzeugen, bestätigt auch J. Nicholas Hoover in der Zeitschrift Information Week:

„Enterprise 2.0 can’t just be about a wiki here, a blog there forever. Taken together, the emergence and convergence of Web 2.0 and IP communications is what will determine whether there’s truly an Enterprise 2.0. It’s a new architecture defined by easier, faster, and contextual organization of and access to information, expertise, and business contacts – whether co-workers, partners, or customers. And all with a degree of personalization sprinkled in.”

Partizipation, Dialog und Transparenz werden in der internen Kommunikation ein größeres Gewicht bekommen, weil sich die Menschen UND die Technik verändert haben und stetig verändern werden.

Social Media im Unternehmen – Chance oder Risiko?

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