Social Media im Unternehmen – Chance oder Risiko?

In Deutschland nutzen vergleichsweise wenig Menschen soziale Netzwerke wie Xing oder Facebook. Das bestätigte das internationale Marktanalyseinstitut Nielsen im Jahr 2009. Lediglich 51 % der Online-Surfer nutzen regelmäßig die Möglichkeit sich mit Web 2.0 tools zu vernetzen. Weltweit sind es dagegen durchschnittlich 67 % . Gleichzeitig werden hierzulande aber die größten Wachstumsraten von Dezember 2007 bis Dezember 2008 verzeichnet: 12,5 % im Vergleich zum weltweiten Durchschnitt von 5.4 %.



Was bedeuten diese Zahlen aus dem privaten Alltag für die Arbeitswelt?

Laut einer Erhebung des Bundesverbands Digitale Wirtschaft aus demselben Jahr sind mittlerweile 52 % der deutschen Unternehmen in sozialen Medien zumindest präsent. Die Tendenz ist stark steigend .

Die treibende Kraft hinter dem Einsatz von Social Media innerhalb von Unternehmen ist das wachsende Bedürfnis und die Notwendigkeit zur engeren Zusammenarbeit in einer sich immer schneller wandelnden Arbeitswelt. Hierarchien verschwinden, Mitarbeiterwissen gewinnt zunehmend an Bedeutung und Angestellte verlangen kommunikative Führungskompetenz und Teilnahme an Entscheidungsfindungsprozessen. Herausforderungen, die sich nur mit einer Arbeitsweise meistern lassen, die eine enge Kooperation innerhalb der Unternehmen unerlässlich macht.

Es liegt in der Natur dieser Arbeitsweise, einer barrierefreien und offenen Zusammenarbeit, dass die Kommunikation in diesem System transparent, direkt und bidirektional erfolgt. Social Media ist eine wertvolle Hilfe diese Art der Zusammenarbeit und Kommunikation zu fördern und zu initiieren. Botschaften werden in diesem System nicht ausschließlich von oben nach unten verkündet, sondern in einem peer-to-peer Dialog, einem Netzwerk aus ebenbürtigen Kommunikationsteilnehmern, erarbeitet.

•    Wie können Unternehmen das kreative Potenzial ihrer weltweit verteilten Belegschaft nutzen?
•    Wo bleibt das Wissen tausender Mitarbeiter in Zeiten, in denen die natürliche Personalfluktuation selbstverständlicher Geschäftsalltag geworden ist?
•    Wie kann das Zusammengehörigkeitsgefühl von Mitarbeitern unterschiedlichster Herkunft gefördert und gleichzeitig die Identifikation mit dem Unternehmen gefestigt werden?

Bei der Beantwortung dieser Fragen kommt den Social Media Tools die Rolle des enabler zu. Sie ermöglichen eine einfache und schnelle Kommunikation über Hierarchie-, Abteilungs- und Ländergrenzen hinweg. Das Teilen von Meinungen, Ideen und Wissen generiert genau die Informationsquantität und Qualität, die für Unternehmen überlebenswichtig ist und sein wird.

Trotz der Möglichkeiten und Vorteile von Social Media sollten jedoch die Herausforderungen nicht unterschätzt werden. Die größte Herausforderung liegt vor allem in einer oftmals emotional begründeten Angst. Der Angst vor dem Kontrollverlust.

Interne Kommunikation 2.0

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